Der Antistatik-Stab (auch Ionisationsstab oder Entladestab genannt) ist das am häufigsten eingesetzte Entladegerät zur Neutralisation statischer Elektrizität: Mit der Energie aus einem AC-Hochspannungsnetzteil erzeugt er an seinen Emitterspitzen einen Strom aus positiven und negativen Ionen. Statikcell fertigt Antistatik-Stäbe in zwei Modellen, induktiv und kapazitiv. Der deutlichste Unterschied zwischen beiden ist ihr Verhalten bei Kurzschluss: Der induktive Stab bildet im Kurzschlussfall Funken an seinen Spitzen, der kapazitive Stab nicht.
Der wirksame Arbeitsabstand der Stäbe beträgt maximal 4 cm. Bei größeren Abständen kommen Modelle mit Luftzuführung zum Einsatz, mit denen sich der Arbeitsabstand auf bis zu 50 cm erhöhen lässt. Ein wichtiger Vorteil der Statikcell Antistatik-Stäbe: Alle Teile sind zerlegbar, sodass die Stäbe reparierbar sind.
Wie funktioniert ein Antistatik-Stab?
Isolierende Materialien wie Kunststofffolie, Papier und Gewebe laden sich durch Reibung, beim Ablösen von Walzen und beim Abwickeln leicht statisch auf. Da sie nicht leiten, baut sich diese Ladung nicht von selbst ab und bleibt auf der Oberfläche. Der Antistatik-Stab löst dieses Problem durch Ionisation: Die AC-Hochspannung aus dem Netzteil erzeugt an den spitzen Emitterspitzen des Stabs ein starkes elektrisches Feld, und die umgebende Luft wird durch Koronaentladung ionisiert. Da die Spannung ständig ihre Richtung wechselt, entstehen an den Spitzen abwechselnd positive und negative Ionen.
Die geladene Materialoberfläche zieht Ionen mit entgegengesetzter Ladung an; diese gleichen die Oberflächenladung aus und neutralisieren die statische Elektrizität. Da sich die Ionen in ruhender Luft schnell rekombinieren, arbeiten Standardstäbe mit geringem Abstand zum Material. Bei luftunterstützten Modellen trägt Druckluft die Ionen zu weiter entfernten Oberflächen und vergrößert so den wirksamen Abstand.
Wo werden Antistatik-Stäbe eingesetzt?
Antistatik-Stäbe werden in zahlreichen Branchen eingesetzt – allen voran Kunststoff, Druck und Textil, aber auch Holzwerkstoffe, Chemie, Elektronik, Glas, Pharma, Leder und Kunstleder, Vliesstoffe sowie die EPS-Verarbeitung. In der Herstellung von Kunststofffolien und -platten führt statische Ladung dazu, dass Lagen aneinander haften und die Oberfläche Staub anzieht. In der Druckerei kann Staub auf der Oberfläche vor dem Druck Druckfehler verursachen, aneinander haftende Bogen führen zu Zuführproblemen. In Textil- und Vliesstofflinien gehören aufgestellte Fasern und Material, das sich um die Maschine wickelt, zu den typischen Problemen, in der Elektronikfertigung die Gefährdung empfindlicher Bauteile durch elektrostatische Entladung und bei Glas- und Acryloberflächen anhaftender Staub. Hinzu kommt, dass Bediener beim Berühren statisch geladener Materialien unangenehme elektrische Schläge bekommen können.
Die Wahl des richtigen Modells
Bei der Auswahl des passenden Antistatik-Stabs zählt zuerst der Abstand zwischen Stab und Material: Bis 4 cm kommen Standardstäbe infrage, bei größeren Abständen luftunterstützte Modelle. Die Stablänge richtet sich nach der Material- bzw. Rollenbreite; Statikcell Stäbe lassen sich in einem Stück von 10 cm bis 4 m fertigen. Bei Anwendungen, in denen im Kurzschlussfall keine Funken entstehen sollen, bietet das kapazitive Modell Vorteile.
Auch bei der Montage sind die Stäbe sehr praktisch. Dank Steckkabel ist der Anschluss schnell hergestellt; das speziell für Statikcell entwickelte Hochspannungskabel ist bis 60 kV spannungsfest. Das integrierte Erdungskabel erspart zusätzliche Verkabelung und Arbeitsaufwand. Die Schraubnut auf der Rückseite (YSB-Schraube) ermöglicht eine frei einstellbare Montage, und dank des sehr schmalen Profils findet sich selbst in engen Maschinenzwischenräumen ein Montageplatz.
Wenden Sie sich an Statikcell, um das am besten geeignete Modell und die passende Länge für Ihre Linie zu bestimmen.








