Das AC-Hochspannungsnetzteil ist ein für den Ionenstrom ausgelegtes Netzteil, das kapazitive und induktive Antistatik-Stäbe, Ionisationsdüsen und die Ionisationspistole versorgt. Das Gerät arbeitet mit einer Netzspannung von 220 V AC (50–60 Hz) und liefert die von Entladegeräten benötigte AC-Hochspannung von 5, 7 oder 10 kV bei 5 mA. Dank Kurzschlussschutz, wahlweise 2 oder 4 Steckausgängen und der Eignung für horizontalen wie vertikalen Einbau passt es sich problemlos an unterschiedliche Maschinenaufbauten an. Das kompakte Gehäuse benötigt wenig Platz an der Maschine – ein klarer Vorteil bei beengten Einbauverhältnissen.
Wie funktioniert das AC-Hochspannungsnetzteil?
Grundlage jeder Entladung ist die Ionisation. Das Netzteil wandelt die Netzspannung in Hochspannung um und leitet sie an die Emitterspitzen von Antistatik-Stab, Ionisationsdüse oder Ionisationspistole weiter. Das starke elektrische Feld an den spitzen Emitterspitzen ionisiert die umgebende Luft; dieser Vorgang wird als Koronaentladung bezeichnet. Da es sich um Wechselspannung (AC) handelt, wechselt die Polarität der Spitzen ständig, und an denselben Spitzen entstehen abwechselnd positive und negative Ionen.
Eine statisch geladene Materialoberfläche zieht Ionen mit entgegengesetzter Ladung an. Diese gleichen die überschüssige Oberflächenladung aus und neutralisieren die statische Elektrizität. Das Netzteil ist damit das Herzstück des Ionisationssystems: Stäbe und Düsen arbeiten nur dann effizient, wenn sie stabil und mit passender Hochspannung versorgt werden. Steckausgänge beschleunigen den Anschluss der Geräte; der Kurzschlussschutz ist als Vorkehrung gegen einen möglichen Kurzschluss am Ausgang ausgelegt.
Wo wird das AC-Hochspannungsnetzteil eingesetzt?
Das Netzteil wird in vielen Bereichen eingesetzt, in denen statische Elektrizität die Produktion stört – allen voran in Druck, Textil und Kunststoff. In der Beutelherstellung, an Folienzieh-, Blasfolien- und Extrusionslinien entsteht hohe statische Ladung, wenn sich das Material von Walzen und Rollen löst. Diese Ladung kann dazu führen, dass die Folie haftet, Staub anzieht und Bediener elektrische Schläge bekommen. Beim Beschichten, Laminieren, Plattenziehen, Schneiden, Wickeln und bei Stretchanwendungen haften geladene Lagen aneinander oder an Maschinenteilen und beeinträchtigen die Wickel- und Schnittqualität.
Im Flexo-, Inkjet-, Laser- und Tampondruck zieht statische Elektrizität vor dem Druck Staub auf die Oberfläche und verschlechtert die Druckqualität. Zu den wichtigsten Einsatzbereichen zählen außerdem das Zetteln in der Textilindustrie, die Papierherstellung, Falzmaschinen, das Spritzgießen sowie die Herstellung melaminbeschichteter MDF- und Spanplatten. In all diesen Anwendungen versorgt das Netzteil die an der Linie installierten Antistatik-Stäbe und Düsen und sorgt für eine ununterbrochene Ionisation.
Die Wahl des richtigen Netzteils
Um das passende Netzteil zu bestimmen, muss zuerst feststehen, welche Geräte versorgt werden. Wie viele Stäbe, Düsen oder Pistolen angeschlossen werden, welcher Stabtyp (kapazitiv oder induktiv) und welche Stablängen zum Einsatz kommen – das sind die wichtigsten Angaben für die Anzahl der Steckausgänge und die Spannungsstufe. Auch die Einbaulage (horizontal oder vertikal), der verfügbare Platz an der Maschine und das an der Linie verarbeitete Material sind für die richtige Wahl hilfreich.
Wenden Sie sich an Statikcell, um das passende AC-Hochspannungsnetzteil und die richtige Gerätekombination für Ihre Anwendung zu bestimmen.



