Die Ionisationspistole ist eine druckluftunterstützte Pistole für ionisierte Luft, mit der sich statische Elektrizität manuell beseitigen lässt – vorzugsweise an kleineren Teilen. Sie beseitigt die statische Spannung auf dem Material und reinigt die Oberfläche von anhaftenden Staubpartikeln. Die Pistole hat einen Wirkabstand von 500 mm, wird mit einem Netzteil AC 5–7 kV (5 mA) betrieben und arbeitet mit 5–6 bar trockener, sauberer Druckluft. Die Standard-Kabellänge beträgt 2,5 Meter.

Wie funktioniert die Ionisationspistole?

Im Kopf der Pistole sitzen Emitterspitzen, die mit AC-Hochspannung aus dem Netzteil versorgt werden. Das starke elektrische Feld an den Spitzen ionisiert die umgebende Luft durch Koronaentladung und erzeugt positive und negative Ionen. Beim Betätigen des Abzugs nimmt die ausströmende Druckluft diese Ionen auf und trägt sie als ionisierte Luft zur Zieloberfläche.

Die statisch geladene Oberfläche zieht Ionen mit entgegengesetzter Ladung an, und die Ladung wird neutralisiert. Sobald die elektrostatische Anziehung, die den Staub an der Oberfläche hält, aufgehoben ist, löst derselbe Luftstrom die Staubpartikel und trägt sie ab. Beim Abblasen mit reiner Druckluft bleibt die Ladung dagegen bestehen, sodass sich der Staub nicht vollständig löst oder schnell zurückkehrt. Der Vorteil der Ionisationspistole: Sie entlädt und entstaubt in einem Arbeitsgang.

Wo wird die Ionisationspistole eingesetzt?

Die Ionisationspistole wird unter anderem eingesetzt im Formen- und Werkzeugbau sowie beim Spritzgießen, in der Optik, bei der Reinigung von Automobilteilen, im Siebdruck, bei Kunststoffplatten, bei der Reinigung elektronischer Bauteile, bei der Reinigung vor dem Lackieren, beim Reinigen und Neutralisieren von 3D-Teilen, bei der Linsenreinigung, in der Möbelindustrie und in der Verpackung.

Allen diesen Anwendungen ist gemeinsam, dass schon ein kleines Staubkorn auf der Oberfläche die Qualität unmittelbar beeinträchtigt. Bei der Reinigung vor dem Lackieren zeigt sich zurückgebliebener Staub als Rauheit und Oberflächenfehler in der Lackschicht. Im Siebdruck verursacht Staub Druckfehler. Optische Teile und Linsen müssen staubfrei sein, während Kunststoffplatten und Formteile Staub durch die statische Ladung besonders stark festhalten. Bei elektronischen Bauteilen ist statische Elektrizität neben dem anhaftenden Staub auch ein Risiko für empfindliche Komponenten. Da sie sich von Hand führen lässt, ist die Pistole eine praktische Lösung für kleine Teile unterschiedlicher Form und Größe.

Tipps für den effizienten Einsatz

Für einen effizienten Betrieb der Pistole muss die Druckluftversorgung im Bereich von 5–6 bar liegen sowie trocken und sauber sein. Feuchtigkeit und Öl in der Luft können die Emitterspitzen verschmutzen, die Ionenerzeugung verringern und auf die gereinigte Oberfläche gelangen; deshalb sollten die Druckluftaufbereitungskomponenten an der Leitung gut gewartet sein. Beim Einsatz wird die Pistole innerhalb des Wirkabstands von 500 mm auf die Oberfläche gerichtet.

Bei der Planung der Installation sollten vorhandene Druckluftleitung, Abstand zwischen Arbeitsplatz und Netzteil sowie die Größe der zu reinigenden Teile gemeinsam betrachtet werden. Die Standard-Kabellänge von 2,5 Metern ist bei der Platzierung des Netzteils zu berücksichtigen.

Für die passende Kombination aus Ionisationspistole und Netzteil für Ihre Anwendung nehmen Sie gern Kontakt mit Statikcell auf.

Häufige Fragen

Mit welchem Druck arbeitet die Ionisationspistole?

Die Pistole arbeitet mit 5–6 bar trockener und sauberer Druckluft. Feuchtigkeit und Öl in der Luft können die Emitterspitzen verschmutzen und auf die gereinigte Oberfläche gelangen; deshalb ist die Luftqualität wichtig.

Mit welchem Netzteil wird die Ionisationspistole betrieben?

Die Ionisationspistole wird mit einem Netzteil AC 5–7 kV (5 mA) betrieben. Das Statikcell AC-Hochspannungsnetzteil gehört zu den Produkten, die für die Versorgung der Pistole ausgelegt sind.

Was ist der Unterschied zwischen Ionisationspistole und Ionisationsdüse?

Beide arbeiten mit Druckluftunterstützung und haben einen Wirkabstand von 500 mm. Die Pistole ist vorzugsweise für das manuelle Entladen kleinerer Teile ausgelegt; Düsen werden dagegen eingesetzt, um statische Elektrizität an engen Stellen zu beseitigen, an die kein Antistatik-Stab passt.

Warum reicht es nicht, Staub nur mit Druckluft abzublasen?

Eine statisch geladene Oberfläche hält Staub durch elektrostatische Kraft fest. Wird ohne Entladung abgeblasen, löst sich der Staub möglicherweise nicht vollständig, oder die entfernten Partikel werden schnell wieder angezogen. Die Ionisationspistole ionisiert die Luft und neutralisiert zuerst die Ladung; danach trägt der Luftstrom den Staub von der Oberfläche ab.

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