Aufladesysteme beseitigen statische Elektrizität nicht, sondern erzeugen sie bewusst und kontrolliert. Aufladeelektroden, die von einem DC-Hochspannungsgenerator versorgt werden, laden das Material unipolar auf; so haften Materialien wie Folien, Etiketten oder Platten ohne mechanische Verbindung vorübergehend aneinander oder an einer Oberfläche. Dieses Verfahren heißt elektrostatische Aufladung oder Pinning.
Woraus besteht ein Aufladesystem?
| Komponente |
Kennwerte |
Aufgabe |
| DC-Aufladeelektrode |
10–400 cm Länge; vollständig isoliertes Gehäuse |
Lädt das Material unipolar auf |
| DC-Hochspannungsgenerator |
DC 20–100 kV (je nach Modell); negative oder positive Polarität |
Liefert die Hochspannung für die Elektrode |
Da die Betriebsspannungen hoch sind, werden Aufladeelektroden – anders als Entladeelektroden – mit einem vollständig isolierten Gehäuse konstruiert; diese Bauweise schützt vor Überschlag und Durchschlag.
Wo wird es eingesetzt?
In Anwendungen, bei denen das Material nicht verrutschen darf: In-Mould-Labeling (IML), Herstellung melaminbeschichteter MDF- und Spanplatten, Laminierung, Stapeln, automatischer Rollenwechsel und Beutelschneiden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Aufladen und Entladen? Entladegeräte erzeugen mit AC-Spannung positive und negative Ionen und neutralisieren so die Ladung. Aufladesysteme laden das Material dagegen mit DC-Spannung unipolar auf und sorgen für Haftung.
Wie wird die Elektrodenlänge gewählt? Die Länge richtet sich nach der Breite des aufzuladenden Materials; gefertigt werden Längen von 10 cm bis 400 cm.