Der DC-Hochspannungsgenerator ist eine Hochspannungsquelle, die in Modellen von 20 bis 100 kV erhältlich ist; der Ausgangsstrom beträgt je nach Modell 3, 5 oder 10 mA, und je nach Einsatzort kann negative oder positive Polarität gewählt werden. Anders als AC-Systeme, die statische Elektrizität beseitigen, dient er dazu, Material kontrolliert elektrostatisch aufzuladen und so eine vorübergehende Haftung (Pinning) zu erzielen. Die Ausgangsspannung lässt sich über die Digitalanzeige einstellen; die Ansprechzeit des Schutzes bei Überstrom ist einstellbar, und der Ausgang kann über die angeschlossene Anlage oder von einer externen Stelle aus ein- und ausgeschaltet werden. Das Gerät verfügt über 2 Steckausgänge.
Wie funktioniert der DC-Hochspannungsgenerator?
Der DC-Generator wandelt die Netzspannung in Hochspannung mit einer einzigen Polarität um und leitet sie an DC-Aufladeelektroden weiter. Das starke elektrische Feld an den Elektroden ionisiert die Luft; da es sich jedoch um Gleichspannung handelt, bewegen sich nur Ionen einer Polarität (positiv oder negativ) zum Material. Diese Ionen sammeln sich auf der Materialoberfläche und laden sie auf.
Das aufgeladene Material wird durch elektrostatische Kraft von einer geerdeten oder auf anderem Potenzial liegenden Oberfläche angezogen. So haften zwei Oberflächen ohne Lufteinschluss aneinander, oder ein Material haftet vorübergehend an einem anderen Material oder an einer Werkzeugoberfläche. Da sich die Spannung über die Digitalanzeige einstellen lässt, kann die Haftkraft an Material und Prozess angepasst werden. Das Ein- und Ausschalten aus der Ferne erleichtert es, die Aufladung mit dem Maschinentakt zu synchronisieren.
Wo wird der DC-Hochspannungsgenerator eingesetzt?
Der Generator wird in zahlreichen Anwendungen eingesetzt, vor allem in der Kunststoff- und Holzwerkstoffindustrie. Beim In-Mould-Labeling (IML) muss das Etikett an der Werkzeugoberfläche liegen bleiben, ohne zu verrutschen, bis der Kunststoff eingespritzt wird; die elektrostatische Aufladung sorgt für diese vorübergehende Haftung. Beim Beutelschneiden, Stapeln, Kantenverkleben und beim Aufbringen von Streifen sollen die Lagen sauber zusammengehalten werden; beim automatischen Rollenwechsel und an Linien mit mehrbahniger Zuführung soll das Material haften und an seinem Platz bleiben.
Zu den wichtigsten Einsatzbereichen gehören außerdem die DVD-Herstellung, das Laminieren und Beschichten, das Vakuum-Schrumpfen und das elektrostatische Verkleben. Auch bei Aufladeanwendungen in der Herstellung melaminbeschichteter MDF- und Spanplatten wird er eingesetzt. Darüber hinaus eignet er sich für die Dichtheitsprüfung isolierender Behälter auf Löcher und Risse: Die intakte Wand hält der Hochspannung stand, während es an einer Stelle mit Loch oder Riss zu einem Überschlag kommt und der Fehler erkannt wird.
Angaben für ein Angebot
Um den richtigen Generator zu bestimmen, sind folgende Angaben hilfreich: Art der Anwendung (Etikettieren, Stapeln, Laminieren usw.), verarbeitetes Material und seine Dicke, die Oberfläche, an der das Material haften soll, Anzahl und Länge der Aufladeelektroden, Bahngeschwindigkeit sowie der Bedarf an einer Anbindung an die Maschinensteuerung. Da Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Umgebung die Haftleistung beeinflussen, sollten auch sie berücksichtigt werden.
Wenden Sie sich an Statikcell, um Spannung, Polarität und Systemaufbau für Ihre Aufladeanwendung zu bestimmen.





