Das Feldmessgerät (Statikmeter) ist ein digitales Messgerät für statische Elektrizität, das Höhe und Polarität (+/-) der statischen Ladung auf als isolierend geltenden Materialien wie Kunststoff, Papier und Gewebe erfasst. Das Gerät hat einen Messbereich von 0–200 kV bei einer Empfindlichkeit von 1 V und misst aus 1–10 cm Abstand. Neben dem Hauptdisplay zeigt es die Ionenart (+/-) über eine LED an; es bietet eine Hold-Funktion zum Festhalten des Messwerts, Kalibrierung auf die Umgebung, einen einstellbaren Alarmgrenzwert und eine automatische Abschaltung. Das Feldmessgerät arbeitet mit 9-V-Batterie oder Netzteil und lässt sich über den Magneten in der Metallplatte auf der Rückseite einfach an der Maschine montieren.
Wie funktioniert das Feldmessgerät?
Eine statisch geladene Oberfläche erzeugt in ihrer Umgebung ein elektrisches Feld. Das Feldmessgerät erfasst dieses Feld berührungslos und zeigt die Oberflächenladung als Spannung (kV) im Display an. Die Richtung des gemessenen Felds zeigt, ob die Ladung positiv oder negativ ist; das Gerät gibt diese Information sowohl im Hauptdisplay als auch über eine separate LED-Anzeige aus.
Da sich die Feldstärke mit dem Abstand zur Oberfläche ändert, ist der Messabstand für das Ergebnis entscheidend. Das Gerät ist für Messungen aus 1–10 cm Abstand ausgelegt. Für zuverlässige und vergleichbare Ergebnisse empfiehlt es sich, jedes Mal aus demselben Abstand zu messen. Die Umgebungskalibrierung ermöglicht es, das Gerät auf seine Umgebung abzustimmen. Die Hold-Funktion hält den Messwert im Display fest und erleichtert so den Einsatz an Stellen, an denen das Gerät schwer abzulesen ist.
Wo wird das Feldmessgerät eingesetzt?
Das Feldmessgerät ist für die Messung überall dort ausgelegt, wo statische Elektrizität auftritt. Auf isolierenden Materialien wie Kunststofffolie, Papier und Gewebe kann statische Ladung dazu führen, dass Staub angezogen wird, Lagen aneinander haften, Zuführprobleme an der Maschine auftreten und Bediener elektrische Schläge bekommen. Der erste Schritt zur Lösung dieser Probleme ist, genau festzustellen, an welcher Stelle die Ladung entsteht, wie hoch sie ist und welche Polarität sie hat.
Mit diesen Informationen lässt sich bestimmen, an welcher Stelle der Linie ein Entladegerät (Ionisator) eingesetzt werden sollte. Nach der Installation kann die Wirksamkeit der Antistatik-Stäbe oder anderer Geräte überprüft werden, indem die Ladung des Materials vor und nach dem Ionisator gemessen wird. Die Polaritätsangabe ist vor allem bei Aufladeanwendungen (Pinning) nützlich, um zu sehen, mit welcher Polarität das Material aufgeladen wird.
Bei Anwendungen, die eine kontinuierliche Überwachung erfordern, kann das Gerät mit Netzteil betrieben und als feste Messstelle an der Linie eingesetzt werden. In diesem Betrieb gibt das Gerät beim Überschreiten des Alarmgrenzwerts ein Licht- und Tonsignal aus (max. 24 V – 1 A). Dank der magnetischen Metallplatte auf der Rückseite lässt sich das Gerät einfach an der Maschine platzieren.
Tipps für eine korrekte Messung
Es empfiehlt sich, das Gerät vor der Messung auf die Umgebung zu kalibrieren und aus einem konstanten Abstand im Bereich von 1–10 cm zu messen. Direkt über geerdeten Walzen kann der gemessene Wert durch den Einfluss der nahen geerdeten Oberfläche niedriger erscheinen, als er tatsächlich ist; genauer wird das Ergebnis, wenn an einer Stelle des Materials gemessen wird, die von Walzen entfernt ist. Da die Werte an laufenden Linien schwanken können, liefern mehrere Messungen im Vergleich ein verlässliches Ergebnis.
Für Informationen zur Messung statischer Elektrizität und zu passenden Lösungen für Ihre Anwendung nehmen Sie gern Kontakt mit Statikcell auf.



