Nahaufnahme der in isolierende Aufnahmen eingesetzten Emitterspitzen eines Antistatik-Stabs

Der Antistatik-Stab ist der gängigste Weg, statische Elektrizität an Produktionslinien zu beseitigen. Doch nicht jeder Stab passt zu jeder Linie. Die richtige Wahl hängt vom Modelltyp, vom Abstand zwischen Stab und Material, von der Stablänge und von den Montagebedingungen ab. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten.

1. Modelltyp: induktiv und kapazitiv

Statikcell fertigt Antistatik-Stäbe in zwei Modellen: induktiv und kapazitiv. Beide werden von einem AC-Hochspannungsnetzteil versorgt und neutralisieren die statische Ladung auf der Oberfläche, indem sie an ihren Emitterspitzen positive und negative Ionen erzeugen.

Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Modellen ist das Verhalten bei Kurzschluss: Der induktive Stab bildet im Kurzschlussfall Funken an seinen Spitzen, der kapazitive Stab nicht. Bei Anwendungen, in denen keine Funken entstehen sollen, bietet das kapazitive Modell Vorteile.

2. Arbeitsabstand

Ionen in der Luft rekombinieren schnell und verlieren ihre Wirkung. Deshalb gilt: Je näher der Stab am Material sitzt, desto wirksamer ist die Neutralisation.

  • Der wirksame Arbeitsabstand von Standard-Antistatik-Stäben beträgt maximal 4 cm.
  • Bei größeren Abständen kommen luftunterstützte Modelle zum Einsatz. Die Druckluft trägt die Ionen zum Material, und der Arbeitsabstand lässt sich auf bis zu 50 cm erhöhen.
  • An engen Stellen, an die gar kein Stab passt, können druckluftunterstützte Ionisationsdüsen eingesetzt werden.

3. Stablänge

Die Stablänge richtet sich nach der Breite des verarbeiteten Materials bzw. der Rolle; der wirksame Bereich des Stabs sollte die gesamte Materialbreite abdecken. Statikcell Antistatik-Stäbe lassen sich in einem Stück von 10 cm bis 4 m fertigen, sodass selbst an breiten Linien keine Teilstücke verbunden werden müssen.

4. Montagebedingungen

Der Montageraum an der Maschine ist oft knapp. Achten Sie bei der Auswahl auf Folgendes:

  • Profilgröße: Stäbe mit schmalem Profil passen leichter in enge Maschinenzwischenräume.
  • Montageeinstellung: Die Schraubnut auf der Rückseite (YSB-Schraube) ermöglicht es, den Stab an der gewünschten Stelle einstellbar zu montieren.
  • Kabel und Erdung: Ein Steckkabel beschleunigt den Anschluss. Bei Stäben mit integriertem Erdungskabel entfällt zusätzliche Verkabelung.
  • Spannungsfestigkeit des Kabels: Das Hochspannungskabel muss zur Betriebsspannung passen. Das spezielle Kabel der Statikcell Stäbe ist bis 60 kV spannungsfest.

5. Wartung und Service

Die Emitterspitzen von Antistatik-Stäben können mit der Zeit verschmutzen; regelmäßige Reinigung erhält die Leistung. Im Störungsfall ist es ein großer Vorteil, wenn sich der Stab reparieren lässt. Da alle Teile der Statikcell Antistatik-Stäbe zerlegbar sind, sind die Stäbe reparierbar; Einzelheiten finden Sie auf unserer Seite zu Reparatur und Service von Antistatik-Stäben.

Welche Angaben gehören in eine Angebotsanfrage?

Damit wir den passenden Stab für Sie bestimmen können, helfen uns folgende Angaben:

  • Art des verarbeiteten Materials (Folie, Papier, Gewebe, Platte …)
  • Material- bzw. Rollenbreite
  • Bahngeschwindigkeit
  • Montageabstand des Stabs zum Material
  • Ob an der Linie Druckluft vorhanden ist
  • Angaben zum vorhandenen Netzteil

Schildern Sie uns Ihre Anwendung; gemeinsam bestimmen wir das richtige Modell und die passende Länge.

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